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70000 Neubau Schieber- und Abgabebauwerk Dölbau

70000....Schieber- und Abgabebauwerk Dölbau
Ausrüstung Schieberbauwerk 2
Ausrüstung Schieberbauwerk 2
Fachgebiet:
Trinkwasserversorgung
Leistungsumfang:
HOAI §41-44 Ingenieurbauwerke
Lp 2-8
Planungszeitraum:
2007 - 2008
Bauzeitraum:
08/2008 - 09/2009
Wertumfang:
500 T€
Bauherr/Auftraggeber:
Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH
Adresse:
06108 Halle / Saale Bornknechtstraße 1
Kontakt/Ansprechpartner:
Herr Madynski, HWS Halle 0345 5816162 0345 - 5816162
frank.madynski@hws-halle.de

Hauptbauleistungen

- Neubau 180m TWL DN 600 GGG erdverlegt
- Neubau Schieberbauwerk inkl. Hochbauteil, Ausrüstung, E- und MSR-Teil
- Neubau 20m TWL DN 800 Stahl erdverlegt
- Bauwerksdurchführung TWL DN 800/600 Stahl vilsanbeschichtet

Der Altbestand des Schieberbauwerkes Dölbau lag am südöstlichen Ortsrand der Gemeinde Dölbau nahe Halle/Saale. Das oberirdische Bauwerk lag wenige Meter westlich der über das Grundstück in nord-westlicher Richtung verlaufenden sogenannten Ostleitung DN 1000, einer von der Abgabestation Hammelberge kommenden Trinkwasser-Hauptversorgungsleitung für das Stadtgebiet Halle. Auf dem Grundstück befand sich neben dem Schieberbauwerk weiterhin ein unterirdisches Schachtbauwerk. Dieses war auf der Ostleitung angeordnet und beinhaltete eine Streckenklappe in der Nennweite DN 800 sowie den Anschluß der Versorgungsleitung DN 200 für die Ortsversorgung der Gemeinden Dölbau und Naundorf. Durch das Schieberbauwerk Dölbau war auch die Einspeise-/Versorgungsleitung für das Pumpwerk Halle-Ost geführt. Diese Rohrleitung hatte in diesem Bereich die Nennweite DN 800 und war in Stahl ausgeführt. Die Anbindung an die Ostleitung war unmittelbar nördlich des Schieberschachtes erdeingebaut mit Absperrklappe realisiert.

Die Einspeisung aus der Ostleitung DN 1000 in die Versorgungsleitung DN 800 für das PW Ost war eine der Haupteinspeisungen für das Stadtgebiet Halle und somit von immenser Bedeutung für das städtische Versorgungsgebiet. In dem Leitungsabschnitt der Versorgungsleitung zum PW Ost DN 800/1000, der in Stahl ausgeführt war, traten in der Vergangenheit wiederholt Rohrbrüche auf, die jedes Mal zu einer Belastung der Versorgungssicherheit für das Versorgungsgebiet der Stadt Halle führten. Um die Versorgungssicherheit wiederher- und dauerhaft sicherzustellen, war daher eine Erneuerung des betroffenen Leitungsabschnittes aus Stahl dringend geboten. Die für einen Ersatzneubau erforderliche Außerbetriebnahme des Leitungsabschnittes war jedoch im Hinblick auf die Bedeutung für die Trinkwasserversorgung der Stadt Halle wie auch für die Ortsversorgung Dölbau/Naundorf nicht möglich.

Der Neubau konnte daher nur parallel der in Betrieb befindlichen Leitung erfolgen. Da die Erneuerung der Versorgungsleitung zum Pumpwerk Ost in neuer Trasse auch den Standort des vorhandenen Schieberbauwerkes Dölbau betraf, war geplant, ein neues Abgabebauwerk auf der Ostleitung zu errichten, in das die Einspeisungen zum PW Ost sowie der Ortsversorgung Dölbau/ Naundorf nach Stand der Technik zu integrieren waren. Daher war auf der Ostleitung ein neues Schieber- und Abgabebauwerk einschließlich Rohrleitungsbau und E-MSR-Technik nach Stand der Technik zu errichten. Die Ostleitung wurde zwischen Dölbauer Straße und dem Materialwechsel auf Spannbeton auf einer Länge von ca. 20 m infolge der Durchführung durch das neue Bauwerk in der Nennweite DN 800 in Stahl ausgetauscht.

Der neue Leitungsabschnitt der Versorgungsleitung zum PW Ost südlich des Bauwerkes wurde aus duktilem Gusseisen in der Nennweite DN 600 auf einer Länge von ca. 140 m zwischen Ostleitung und vorh. Versorgungsleitung neu gebaut und nach dem Verschwenken in westliche Richtung an den Bestand DN 1000 Stahl/Spannbeton angebunden. Die auf dem Grundstück vorhandenen Altanlagen (Altgebäude, Schieberschacht) waren abzureißen, die Einzäunung war den neuen Erfordernissen anzupassen. Aufgrund des erforderlichen Investitionsvolumens war die Realisierung des Vorhabens in 2 Bauabschnitten geplant, wobei während des 1. Bauabschnittes wie auch nach Fertigstellung des 1. Bauabschnittes bis zum Beginn/Ende des 2. Bauabschnittes eine sichere Versorgung des Pumpwerkes Ost und der Ortsversorgung Dölbau/Naundorf über ein Leitungsprovisorium für einen Förderstrom von 600 m³/h sichergestellt werden musste. Als Besonderheit bei der Realisierung, wie auch auf den Fotos zu erkennen, ist hervorzuheben, das die Bauwerkshülle des Schieberbauwerks erst nach Rohrleitungsbau und Inbetriebnahme derselben hergestellt wurde.

Ausrüstung Schieberbauwerk 1
Ausrüstung Schieberbauwerk 1
Rohrleitungsbau Vormontage
Rohrleitungsbau Vormontage
Herstellung Bauwerkshülle
Herstellung Bauwerkshülle
Detail Schieberbauwerk
Detail Schieberbauwerk
Schieberbauwerk Altbestand
Schieberbauwerk Altbestand
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